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Ohne Geld um die Welt
Vor mehr als 100 Jahren ging Horstmann blutjung und mit nur 16 kg Gepäck auf Weltreise.
Seine Aufzeichnungen, sind Abenteuerbericht und Zeitdokument zugleich. Horstmanns Energie
und Lebenslust halten den Leser bis zur letzten Seite in Bann.
Hans Erhard Lessings biographisches Nachwort rundet den ehrlichen und erfrischenden
Bericht des Lebenskünstlers Horstmann ab.
Kürzlich aufgetaucht sind die Aufzeichnungen von Heinrich Horstmann, dem ersten
Deutschen, der 1895 auf dem Fahrrad um die Welt fuhr.
Nicht mal volljährig und gegen den Willen seiner Eltern schloss Horstmann eine notarielle
Wette über 20.000 Mark ab: ohne einen Pfennnig starte er und käme doch vermögend wieder.
Am 2.Mai 1895 begann sein waghalsiges Unterfangen mit 16 Kilogramm Gepäck - in den
amerikanischen Südstaaten kamen Colts, die ,Winchester und eine Machete hinzu ... Ohne
diese ,peacemaker hätten seine Eltern ihn bestimmt nicht wiedergesehen.
Von seinem sensationellem Bericht, den er vor mehr als hundert Jahren selbst publizierte,
ist allein ein Exemplar erhalten. Wieder aufgelegt und ergänzt durch biographische
Angaben, Presseberichte und Fakten, die er selbst verschwieg, ist dieses Buch die
Erfolgsstory eines aufgeweckten und wagemutigen Jugendlichen.
Der Leser wird verstehen, warum dieser junge Mann es in seinem weiteren Leben noch bis
zur Achtzylinder-Horch-Limousine mit Chauffeur brachte.
Hans-Erhard Lessing, Jahrgang 1938, promovierte an der TU Berlin und ist apl. Professor der Universität Ulm. Nach Laser-Grundlagenforschung u.a. Im kalifornischen IBM-Labor San Josè wandte er sich der Technikgeschichte zu und wirkte an Museen in Mannheim und Karlruhe. Seither publizierte er zur Mobilitätsgeschichte und deckte u.a. den Leonardo-Schwindel auf.
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